OFF-LABEL-USE BEI LONG-COVID
… vier Wirkstoffe werden Kassenleistung
Wenn nach einer akuten SARS-CoV-2-Infektion Beschwerden bei Erwachsenen drei Monate und länger anhalten oder in diesem Zeitraum erstmals auftreten und mindestens zwei Monate persistieren, liegt bei Fehlen alternativer Diagnosen laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein „Post-COVID-Zustand“ vor. Die Symptome sind dabei vielfältig, können fluktuieren und gehen in der Regel mit Einschränkungen von Alltagsfunktionen einher.1 Das Robert Koch-Institut (RKI) verwendet darüber hinaus in Anlehnung an das britische NICE den Begriff Long-COVID für gesundheitliche Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion, die jenseits der akuten Krankheitsphase von vier Wochen fortbestehen bzw. wieder oder neu auftreten.2,3 Im Vordergrund stehen neben anhaltenden respiratorischen Beschwerden vor allem eine krankhafte Erschöpfung (sogenannte Fatigue) sowie kognitive Einschränkungen wie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme.1,2 Die Ursachen von Long- bzw. Post-COVID sind derzeit unzureichend geklärt, ebenso fehlen belastbare Zahlen zur Häufigkeit.2
© 2026 arznei-telegramm, publiziert am 10. Juli 2026
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