2022 waren nach Schätzungen weltweit 8,75 Millionen Menschen an Typ-1-Diabetes erkrankt, darunter 1,52 Mio. unter 20 Jahren.1 Bei der chronischen Autoimmunerkrankung zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse.2 In präsymptomatischen Stadien der Erkrankung (Stadium 1 und 2) können multiple so genannte Inselautoantikörper nachgewiesen werden, die gegen verschiedene Betazellantigene gerichtet sind.3,4 Zu Beginn des Stadiums 2, wo anders als im Stadium 1 bereits Störungen des Glukosestoffwechsels vorliegen, besteht ein 75%iges Risiko, in den nächsten fünf Jahren an klinisch manifestem Typ-1-Diabetes zu erkranken (Stadium 3).3 Seit Mitte Februar ist mit dem Anti-CD3-Antikörper Teplizumab (TEIZEILD) ein Wirkstoff für Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit Typ-1-Diabetes im Stadium 2 im Handel, der das Fortschreiten hin zum Stadium 3 verzögern soll. Teplizumab wird in einem einmaligen Behandlungszyklus 14 Tage lang einmal täglich intravenös infundiert.5
© 2026 arznei-telegramm, publiziert am 12. Juni 2026
Weiterlesen →