Kurz und bündig a-t 1998; Nr. 11: 104

Antidepressiva und Sturzrisiko: Ältere Menschen, die trizyklische Antidepressiva (TZA) einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko von Stürzen und Schenkelhalsbrüchen. Die Behandlung mit selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmern (SSRI) ist nicht sicherer. Nach einer Kohorten- Studie mit 2.400 Pflegeheimbewohnern stürzen Personen, die TZA oder SSRI einnehmen, deutlich häufiger als Nichtanwender: TZA erhöhen die Gefährdung um 100%, SSRI um 80%. Das Risiko steigt dosisabhängig. Bei allen, die zusätzlich höchstens ein Herz-Kreislauf-Mittel einnehmen, unterscheidet sich die Sturzrate unter TZA nicht von der unter SSRI (THAPA, P. B. et al.: N. Engl. J. Med. 339 [1998], 875). Die Daten bestätigen eine kürzlich veröffentlichte Fall-Kontroll-Studie, nach der beide Typen von Antidepressiva bei älteren Menschen das Risiko von Schenkelhalsbrüchen erhöhen (LIU, B. et al.: Lancet 351 [1998], 1303).


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