Korrespondenz a-t 9/2026; 57: 72

DIGA PRIOVI U.A.: „PERSÖNLICHES ANLIEGEN“ VON UNBEKANNTEN PATIENTEN

Ich bekomme in den letzten Monaten regelmäßig ausführliche Briefe mit Bitte um Überweisung bzw. Verordnung der digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) Priovi zur Unterstützung der Borderline-Behandlung von Personen, die weder bei uns im Krankenhaus stationär waren noch in unserer Rheumaambulanz. Der Text ist immer derselbe. Zuletzt erhielt ich ein sehr ähnliches Schreiben zur ebenfalls von der Gaia AG angebotenen DiGA Deprexis (a-t 2025; 56: 37). Mir ist nicht klar, wieso ich persönlich angeschrieben werde. Sinn machen diese Anschreiben nicht, da ich ja DiGAs nur verordnen kann, wenn die Krankenkassenkarte des Patienten eingelesen ist. Ich vermute, hier handelt es sich um eine aufdringliche Form einer Werbeaktion des DiGA-Anbieters. Wissen Sie Näheres darüber?

N.N. (Name etc. in a-t 9/2026 genannt)

Formulierungen in den Anschreiben wie „speziell für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt“ und „wissenschaftlich fundierte Strategie“ klingen nach einer Wortwahl, die typischerweise vom Firmenmarketing verwendet wird.

© 2026 arznei-telegramm, publiziert am 18. September 2026

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