Ausführliche Bewertung gleichzeitig als e a-t 5/2026b veröffentlicht.
Das Ohr des linken Vorhofs („left atrial appendage“ [LAA], „Herzohr“) ist in etwa 90% Ursprungsort von Thromben bei Vorhofflimmern, die zu embolischen Schlaganfällen und systemischen Embolien führen und die Indikation für eine orale Antikoagulation begründen können. Seit etwa 20 Jahren sind Systeme zum perkutanen transvaskulären Verschluss des Vorhofohrs für die Versorgung verfügbar, die als Alternative zur medikamentösen Thromboembolieprophylaxe bei behandlungsbedürftigen Patienten mit hohem Blutungsrisiko gelten. Dabei werden sich selbst entfaltende, mit Polyester überzogene Drahtgestelle (Okkluder) per Katheter über eine große Vene und nach Punktion des Vorhofseptums in das Herzohr eingebracht.1 In aktuellen Leitlinien2,3 werden solche Okkluder bei Kontraindikationen für Antikoagulanzien vorsichtig empfohlen (IIb, „kann erwogen werden“2 bzw. IIa „begründbar“3), nachdem randomisierte Studien Hinweise für Nichtunterlegenheit gegenüber oralen Antikoagulanzien ergeben hatten.
Jetzt werden zwei weitere randomisierte, offene Studien zum Herzohrverschluss bei Vorhofflimmern publiziert.
© 2026 arznei-telegramm, publiziert am 18. Mai 2026
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