Korrespondenz a-t 1/2018; 49: 15

ZUM ANAPHYLAXIERISIKO VON ▼MONOFER

Kürzlich haben wir eine Anaphylaxie in den ersten Minuten einer Eiseninfusion beobachtet (NETZWERK-Bericht 17.411). Es handelt sich um den zweiten Zwischenfall dieser Art im vergangenen Jahr (Bericht 17.307), nachdem wir eine aus Kostengründen empfohlene Umstellung von ▼Eisen(III)-Karboxymaltose (FERINJECT) auf ▼Eisen(III)-Derisomaltose (MONOFER) durchgeführt haben.

In den vergangenen zwölf Jahren mit relativ häufiger Infusionsfrequenz für intravenöses Eisen aufgrund unserer Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben wir solche Komplikationen bislang nicht beobachtet. Es scheint in der Tat einen Unterschied zwischen den Trägersubstanzen in Hinblick auf das allergene Potenzial zu geben (a-t 2017; 48: 117-8).

Wir sehen von einer weiteren Anwendung von MONOFER ab.
N.N. (Name etc. im a-t 1/2018 genannt)

Im Unterschied zur spanischen Arzneimittelbehörde sieht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit keine Maßnahmen zur Risikoabwehr speziell für ▼MONOFER vor, da es eine Verzerrung der Risikohinweise durch „systematischen (Reporting-)Bias“ für das noch relativ neue MONOFER in Betracht zieht.  mehr 

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 19. Januar 2018

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