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In Großbritannien muss Boehringer Ingelheim Warnungen vor Magen-Darm- und Hautschäden durch Meloxicam (MOBEC) verschärfen.
40% der seit Markteinführung vor zwei Jahren an die britische Arzneimittelbehörde gemeldeten Störwirkungen betreffen den Verdauungstrakt,
darunter Geschwüre, Blutungen und Magen-Darm-Perforation. Jede siebente unerwünschte Wirkung betrifft die Haut. Es dominieren Juckreiz,
Hautausschlag und Urtikaria. 25-mal wird über Angioödem berichtet, fünfmal über ein STEVENS-JOHNSON-Syndrom.1,2
In Deutschland musste der Hersteller Ende letzten Jahres Warnhinweise zu gastrointestinalen Störwirkungen für den als "stark in der
Verträglichkeit"3 beworbenen nichtsteroidalen Entzündungshemmer nachbessern (a-t 2 [1998],
26). Ergänzende Texte zu Hautreaktionen sind nach Auskunft der Firma in Vorbereitung,4 - Red.
1 | Current Problems in Pharmacovigilance (1996), 22 |
2 | Scrip 2368 (1998), 31 |
3 | MOBEC Werbung: Ärzte-Zeitung vom 11. Juni 1997 |
4 | Boehringer Ingelheim: Schreiben vom 22. Sept. 1998 |
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