Korrespondenz a-t 1994; Nr.9 : 87

IRREFÜHRUNG MIT MAGNESIUM: EIN "CLASSIC"-FALL

...Die Firma Wörwag Pharma GmbH macht nach meiner Auffassung in nicht akzeptabler Art und Weise Werbung für ihre Präparate MAGNEROT N und MAGNEROT CLASSIC (vgl. at 7 [1994], 64)... Das "billigere" Präparat (Hydrogenphosphat/Citrat-Mischung) enthält mehr Magnesium als das teurere Präparat (Orotsäure-Salz). Für das in bezug auf den Magnesium-Gehalt vierfach teurere Präparat, das der Privatpatient zahlen soll, werden in der Werbung angebliche Vorteile suggeriert... Die Verbindung Orotsäure wurde bereits 1989 von der zuständigen Aufbereitungskommission des damaligen Bundesgesundheitsamtes für alle beanspruchten Indikationsgebiete als negativ beurteilt (a-t 7 [1989], 67)...
Ich halte diese Werbekampagne daher für einen unverantwortlichen Verdummungsversuch an den Ärzten und Apothekern, der letztendlich auf dem Rücken der Privatpatienten ausgetragen wird

W. HARTMANN-BESCHE
Bundesministerium für Gesundheit
D-53108 Bonn


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